Muss man an Shiatsu glauben?

Diese Frage wird mir immer wieder mal gestellt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass man im Zusammenhang mit Shiatsu auch oft von Energie-Arbeit spricht.

Tatsächlich ist Shiatsu eine professionelle Körperarbeit mit gesetzlich geregelten Ausbildungskriterien.

 

Es ist eine hervorragende Methode um ihren Körper gezielt zu unterstützen und Vitalität und Gesundheit zu fördern. Viele Klienten lieben Shiatsu gerade weil man Shiatsu so direkt spüren und wahrnehmen kann. Shiatsu berührt!

 


Was heisst denn Energie-Arbeit?

Shiatsu kommt aus dem asiatischen Raum. Grundlage ist der jahrtausende alte Wissenschatz der traditionellen chinesischen Medizin. Und von dort kommt das Wort Qi. Genau das ist es womit der Shiatsu Praktiker arbeitet. Das Wort "Energie" ist in diesem Fall, finde ich, eine unglückliche Übersetzung des Wortes Qi. Denn Qi beschreibt alle Zustände, die ein Mensch haben kann. Und noch mehr: Es ist Prinzip des Lebens und des Lebendigseins. Zum Beispiel fühlen wir uns warm an, wenn wir eilig zum Shiatsu Termin gelaufen sind. Manche Körperstellen fühlen sich härter, wir würden sagen "verspannt" an, ein fröhlicher Mensch hat einen ganz anderen Ausdruck als ein ängstlicher. Und so könnte man das auf allen Ebenen, sowohl körperlich als auch seelisch beschreiben. Alles was wir tun, woran wir denken, womit wir uns beschäftigen, was wir essen, welches Wetter auf uns wirkt, mit wem wir uns umgeben. Wie uns das Leben begegnet, nimmt Einfluss auf uns und verändert uns, und das ständig. Jeder Mensch hat eigene Körpermuster und Strategien entwickelt um mit den Herausforderungen des Lebens um zu gehen. Was den einen beruhigt, macht den anderen nervös. Was mir heute gut tut, brauche ich morgen vielleicht gar nicht mehr. Was ihnen Kopfzerbrechen bereitet, macht mir vielleicht Bauchschmerzen. Der Shiatsu Praktiker lernt durch spezielle Techniken diese Zustände fest zu stellen und zu spüren wo sie sich im Körper zeigen. Es wird am gesamten Körper gearbeitet, mit direktem Druck Richtung Körpermitte. Dehnungstechniken oder Gelenksrotationen finden genauso statt wie der Einsatz von Akupressurpunkten.


Und wie wirkt Shiatsu?

Shiatsu orientiert sich am aktuellen und individuellen Bedürfnis jedes einzelnen Klienten. Es ist also eine gezielte Methode, um auf eine Vielzahl von Beschwerdemustern zu reagieren, und sie dadurch langfristig positiv zu verändern. Dennoch ist es wichtig genug Zeit und Raum für tiefe Entspannung zu schaffen, da Shiatsu helfen soll sich seiner selbst mehr bewusst zu werden und dadurch die eigenen Grenzen nicht mehr so zu überschreiten. So steigert es die Bereitschaft schneller auf Symptome zu reagieren. Die Körperarbeit ist hier genauso wichtig, wie die ganzheitlichen Betrachtungen der Gesamtsituation von Lebensführung und Ernährung.

 

Man kann also kurz sagen: Shiatsu wirkt ausgleichend - bewegt, wo etwas gestaut oder starr ist, beruhigt wo zu viel Bewegung ist, befreit bei Enge und wartet, wenn etwas verborgen ist.


Wie lernt man Shiatsu?

In Österreich gibt es bei Shiatsu eine Mindeststudiendauer von 3 Jahren, sowie eine Verantwortung zur ständigen Weiterbildung. Der Österreichische Dachverband sichert die Qualität der gesetzlich geregelten Ausbildungskriterien. Bereits in den ersten drei Jahren meiner Ausbildung durfte ich mehr als 230 Praxisstunden absolvieren. Das Fortbildungsangebot für Shitasu Praktiker ist sehr umfangreich und geht von Themen der Traditionellen Chinesischen Medizin bis zu sogenannten westlichen Erkenntnissen aus Anatomie, Bewegungslehre, Faszientechniken und noch viel mehr. 

 

Für mich WIRKT Shiatsu, weil ich selbst spüre wie es Prozesse ermöglicht. Es ist für mich ein wunderschönes Handwerk und ermöglicht Entwicklung, die ich sehen und spüren kann.

Einer meiner Klienten hat Shiatsu so beschrieben:

 

 "Eine Behandlung bei dir ist erholsamer, als eine Nacht voll Schlaf,

ich kenne nichts Gleichwertiges in der Qualität der Berührung"


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