· 

Weite und Spielraum gewinnen - mach dir Luft

Unsere Atmung ist die Verbindung zur Außenwelt, sie zeigt unmittelbar, wie sehr wir in Kontakt sind, mit dem was uns umgibt. Manchmal ist mehr Austausch und andermal auch weniger sinnvoll. 

In Zeiten der Enge, Angst, Dunkelheit oder Stress wird unsere Atmung flacher, der Raum enger, der Kontakt nach außen weniger.

Bewusst können wir uns wieder Schwung holen, mehr Spielraum und Energie gewinnen mit ein paar Körperübungen, um den Atem und damit unseren Raum zu vergrößern.


Das Wesen deiner Atmung - wie viel Platz nimmst du dir?


Der Weg unserer Atmung ist der Weg der Umsetzung, es ist das was wir leben. Die Lunge ist unser größtes Kontaktorgan und mit dem Atemvolumen regeln wir auch den Umfang und die Art des Kontaktes. Veränderungen unserer Atmung können unsere Stimmungen sehr beeinflussen. Mit Atmung geben wir dem Leben das JA oder das NEIN, wir nehmen den Raum in Anspruch, den wir uns in diesem Moment zugestehen und werden ein Teil davon. Wie viel Raum nimmst du dir?


Beobachte deine Atmung und lerne sie besser kennen:

 

Groß oder klein:

Wie atmest du denn so generell? Nimmst du dir viel Raum oder wenig?

Fürst du ein großzügiges Atem-Leben oder eher ein kleines?

 

Wann zeigt sich eine Veränderung und verändert auch deinen Raum:

Schnaubst du manmal oder pustetet du laut aus, als würdest du etwas wegatmen wollen?

In welchen Situationen atmest du tief aus, befreist du dich da von etwas?

Wann hast du das Gefühl, dass dir der Atem weg bleibt? Wer ist da in deiner Nähe oder was passiert da gerade?

 

Wo atmest du hin, nutzt die den Raum in deinem Körper:

Nutzt du so viel Platz wie möglich in deinem Körper für die Atmung?

Lege dazu einfach deine Hände zuerst links und rechts oberhalb der Brust:

Hebst sie sich? Stark oder schwach? Auf beiden Seiten gleich.

Versuche das dann auch mit Bauch und Flanken.


Mach mir Platz, streck mich lang - Dehnungsübungen zu zweit


Das Bedürfnis sich zu dehnen und zu strecken ist ein ganz natürlicher Impuls. Immer wenn wir Müdigkeit verspüren oder nach langen Ruhephasen in Bewegung kommen wollen, erweitern wir instinktiv unseren Körper. Es dient dazu, Energie wieder frei zusetzen. Es ermöglicht uns, wieder mehr Raum zu gewinnen.

Dehnung steht dabei in einem starken Zusammenhang mit Atmung. Automatisch gähnen wir beim Strecken, seufzen oder holen tief Luft. Während der Dehnung benötigt der Muskel eine größere Menge Blut und somit mehr Sauerstoff, und das holt sich der Organismus fast automatisch durch einen tieferen Atemzug.

 

Partnerübung für eine passive Dehnung:

 

Eingeschränkte Strukturen müssen langsam geöffnet werden. Passive Dehnungen durch einen Partner sollten stets sehr sanft durchgeführt werden. Bei Dehnungen gewinnen wir Freiheit und darin ist immer Raum für das SELBST. Daher ist es wichtig, das wird dieses Selbst beim Dehnen des Partners wahrnehmen. Versuche den ganz individuellen Bewegungsradius zu erspüren, die maximale Weite zu erkennen und dort an dieser Grenze den Spielraum zu erweitern. Welche Richtungen sind frei? Eine tiefe Atmung kann dabei ganz großartig unterstützten um noch mehr Platz im Körper zu bekommen. Achte also dabei, wenn du diese Übung machst, dass ihr BEIDE tiefer atmet.

 

Berühren und Spüren „Wo ist der Weg frei“:

Dein Partner sitzt oder liegt. Er sollte so entspannt wie möglich positioniert sein und bei den Bewegungen nicht mithelfen. Sorge auch bei dir für eine entspannte, gut gestützte Position neben deinem Partner.

Nun nimm seine Hand.

Nimm wahr was du spürst. Ist die Hand kalt oder warm, angespannt, locker?

Warte bis Ruhe einkehrt. Beginne ganz sanft zu ziehen. Spüre eine Richtung die frei ist. Wohin will der Arm gezogen werden?

Nun gehe mit deiner Ausatmung in eine tiefe Dehnung. Warte.

Versuche neue Richtungen aus. Ziehe den Arm zu dir oder lege ihn zum Beispiel über dein Bein - lass die liegende Person ihn ihren Bedürfnissen führen.

Wenn dir oder deinem Partner etwas seltsam vorkommt, ihr Unsicherheit oder Schmerz spürt bringt es sofort zum Ausdruck.



Weite selber spüren - die Vorderseite öffnen


Stelle dich parallel zu einer Wand. Den durchgestreckten Arm nach hinten führen. An die Wand drücken.  Eine weitere Möglichkeit ist es, beide Arme im Türstock nach hinten zu dehnen. Zwei Minuten halten und tief atmen. Die Höhe des Armes kann variiert werden und hat immer wieder eine andere Wirkung - Spüre wie dein vorderer Brustmuskel sich öffnet. Stelle dir dabei vor, wie du im Urlaub eine wunderschöne Aussicht genießt. Herz und Lungenmeridian werden dadurch gestreckt. Eine offene Haltung öffnet auch deine Gedanken.



Den Lungenmeridan freiklopfen - das kribbelt und öffnet!


Sanftes Klopfen entlang des Körpers wirk sehr aktivierend und wird von mir meist nach dem Aufstehen praktiziert. Auch dann, wenn man nicht so recht in die Gänge kommt, oder dunkle Wintertage die Seele schwer werden lassen, ist dies Übungen belebend. Dazu nutze ich in diesem Fall  den Verlauf des Lungenmeridians an Armen und Bustmuskel. Die Hand zu einer Faust, klopft man im eigenen Rhythmus vom linken Daumen die Arminnenseite hinauf bis zum Brustmuskel, dann mit beiden Fäusten unterhalb der Schlüsselbeine und dann den anderen Arm hinaus. Klopf liebevoll, klopf lustvoll, klopfe fröhlich, klopfe an. Und sage: Wach auf, komm, wir wollen gemeinsam den Tag meistern! Danach Arme weit ausbreiten, groß machen, groß denken, lächeln und tief atmen!




Diese ätherischen Öle nutze ich gerne fürs Thema Weite und mehr Raum


Wenn ich meinen Geist wieder so richtig in Bewegung bringen möchte, mehr Frohsinn und Lebendigkeit spüren will, gebe ich folgende Mischung in den Diffuser und schon kann ich wieder gut seelisch aufatmen:

 

1 Tropfen Mandarine rot, 1 Tropfen Lemongrass, 1 Tropfen Grapefruit und 1 Tropfen Pfefferminze


Kommentar schreiben

Kommentare: 0