Was unsere Kinder stark macht

Stark sind wir dann, wenn wir die Möglichkeit haben, uns gemäß unserer eigenen Persönlichkeit zu entwickeln. Auch schüchterne Kinder sind stark. Auch Leise. Auch Wilde. Auch Weinende. Immer sind unsere Kinder richtig und stark, denn sie passen sich dem Leben an, unentwegt und kooperativ. Wenn wir ihnen das Gefühl geben, genau so gut zu sein, wie sie sind, dann stehen sie auf ihren eigenen Füßen. Auf den Füßen, mit denen SIE und durchs Leben wandern. Denn in jedem von uns steckt von der ersten Minute an alles was wir brauchen, alles was wir sind, und alles was wir je werden können, um unsere Reise von jung bis alt erLEBEN zu können.


Wer bist du und wer bin ich, über die Vielfalt der Möglichkeiten


Wenn Du jemanden gut untertützen möchtest, ist es wichtig zu verstehen, wie dieser Mensch sein Leben meistert. Nebenbei ist es auch ganz gut, zu spüren, wie du das selbst tust, denn nur über Dich kannst Du andere wahrnehmen. Wir haben Grundmuster und Veranlagungen, jeder hat seine einzigartigen Methoden der Problembewältigung, im Kleinen, sowie im Großen. Wenn Du etwas über den Verlauf von Ungleichgewichten Deines Kindes lernen möchtest, dann darfst Du Dich mal getrost in guten Zeiten zurücklehnen und beobachten. Und zwar mit dem Fokus auf die spezielle Lösungsstrategie Deines Kindes. Und dabei geht es jetzt mal nicht um Erziehung. Nicht um Bewertung, nicht um Normen. Keiner hört zu, keiner kommentiert. Es geht nur ums Beobachten:

 

Beruhigt sich Dein Kind mehr mit Bewegung oder in Ruhe?

Sucht es lieber Wärme, oder braucht es Abkühlung?

Wann ist es so richtig zufrieden? Was mag es gar nicht?

Was isst es gerne? Was lehnt es immer ab?

Welche Uhrzeit ist es besonders ausgeglichen?

Ist es emotional mehr der hitzige Typ oder zurückgezogen?

Was kann es besonders gut?

Wie spürst Du sein Wesen? SEIN sein.

 

Und so weiter? Und so weiter.

 

Versuche Dein Kind dabei möglichst gut zu beschreiben. Einfach in Worte zu fassen. Ohne zu beurteilen. Schreibe es nieder. Einfach so: Das sehe ich. Jenes nehme ich war. Punkt.

Und dann: Kommst Du dran. Genauso. Und auch das schreibe nieder. Punkt.

Und dann: nimm wahr, was Du wahrnimmst. Ohne Bewurteilung. Wer bist Du, wer bin ich? Was verändert sich?


Stärke mir den Rücken, wie gut es sich anfühlt, wenn jemand hinter Dir steht!


Gemeinsame Körperübungen machen unglaublich stark. Denn wir können etwas, das wir mal sozusagen „am eigenen Leib“ gespürt haben, sehr gut wieder abrufen. Naturlich ist es fein, solche Übungen zu wiederholen. Hier geht es um den Rücken. Er richtet uns auf, er macht uns stark. Und groß.

 

Dein Kind legt sich auf den Bauch.

Du gehst in eine bequeme Haltung, damit meine ich körperlich, aber auch emotional.

Dann stelle Dir vor, wie schön es ist, wenn jemand hinter Dir steht. Oder Dich hält.  Wenn Dir das schwer fällt, versuche Dir vorzustellen, wie es ist, wenn Du Dich an eine Wand anlehnst. Oder wie es ist, am Boden zu liegen und diesen Boden zu spüren.

Wenn Du mit Deinem Kind schon plaudern kannst, frag es, was es denn besonders stark findet? Was ihm Kraft gibt?

Das kann eine Figur sein, eine Farbe, ein Tier, die Eltern, ein lustiges Wort.

Dann wandere mit Deinen Händen den Rücken hinunter, und stellt Euch vor wie stark sich das anfühlt. Wie das ist, wenn DAS am Rücken ist.

 

Wenn Dein Kind schon ein wenig älter ist, probiert es auch im Stehen.

Wie ist das, wenn jemand mich am Rücken im Stehen mit den Händen hält?

Was passiert, wenn die Hände wandern?

Welchen Druck möchte ich geben?

 

Welchen Druck möchte Dein Kind spüren?


Die Basis stärken, den Boden unter den Füßen spüren


Unsere Füße geben uns Halt, sie bestimmen, wie wir im Leben stehen. Wer den eigenen Boden unter den Füßen wahrzunehmen versteht, weiß, ob er darauf gehen kann oder mag! Gebt den Füßen spielerisch mehr Stimme!

 

Für die ganz Kleinen (und später auch die Großen): Nimm die Füße in die Hand, in aller Ruhe, halte inne. Halte die Füße, immer dann, wenn die Energie besonders „hoch“ steigt. Oder, wenn etwas (zum Beispiel der Stuhlgang) nicht runter kommen mag. Massiere die Füße, spüre sie. Beobachte, ob sie warm oder kalt sind. Halte sie, wenn Du das Gefühl hast, Dein Kind verliert die Erdung oder etwas reißt ihm den Boden unter den Füßen weg. Beobachte auch,  wie gut Du gerade mit den eigenen Füßen am Boden stehst oder wo Deine Energie gerade ist! Ganz nach dem Motto: Steh wo Du stehst!

 

Für die Größeren: Lasst die Füße plaudern, erweckt sie zum Leben. Das klingt jetzt seltsam oder? Aber unsere Füße können genauso wahrnehmen wie unsere Hände. Was ist kalt? was warm? Was spitz, was hart? Wie war der Weg heute in die Schule? Was, liebe Füße ist denn Euer Standpunk, oder wohin wollt ihr gerne gehen? Steht ihr bei etwas auf der Leitung? Oder wovor wollt ihr gerne weglaufen? Je nach Alter des Kindes ist der Kreativität an Wortspielen oder Fragen keine Grenze gesetzt. 

 

Lass Dein Kind immer wieder mal ohne Hausschuhe oder Socken gehen. Auch ohne Schuhe und versucht gemeinsam, denn auch unseren Füßen tut das gut, zu beschreiben wie sich unterschiedlicher Untergrund anfühlt.

 

Lass Dein Kind Dinge aufheben mit den Zehen.  Zum Beispiel eine Stoffwindel. Das Gewand. Lass es Laden zu machen. Oder Dinge wegräumen. Geht das? Stifte halten?

Wie ist es für den anderen Fuß, dabei das Gleichgewicht zu halten?

 

Lasst sie mehr Teil haben, die Füße, sie werden so gerne „unter den Tisch“ geredet, in zu enge Schuhe gequetscht, und im Laufe unseres Lebens ganz schön überbeansprucht. Dabei haben gerade Kinder noch so einen wunderbaren Zugang zu ihren Füßen, dem Körperteil, mit dem wir durchs ganze Leben gehen!


Das kann ich mitnehmen: den Stark-mach-Spray


Das kann ich SELBER – ist immer ein wichtier Punkt bei Kindern. Ihnen ein kleines Utensil oder Helferlein mitzugen, in Zeiten der Unsicherheit, gibt Kraft und nährt den Gedanken der Selbstregulation. Bei uns zu Hause sind ätherische Öle wichtige Begleiter. Dabei ist vor allem bei Kindern zu beachten, dass WENIGER MEHR ist.  Düfte können uns an gute Zeiten erinnern. Denke nur daran, wie sehr ein positivet Geruch aus Deiner Kindheit  angenehme Gefühle auslösen kann. Diese Sprays nutzen wir also in guten Zeiten zuerst, sprühen sie einfach auf ein Taschentuch, oder kurz in den Raum - um uns an diese schöne Zeit zu erinnern. Zu diesem Zweck basteln wir stets selber Sprays. Beim Mischen können die Kinder dabei sein und sich für einen Duft entscheiden. Dazu verwenden wir:

 

Eine kleine Braunglasflasche und einen Sprühkopf aus der Apotheke

Wasser

Und ein hochwertiges ätherisches Öl (wir verwenden meist DoTERRA)

Mischungsverhältnis: auf 10 ml Wasser 1 – 2 Tropen ätherisches Öl

Etikette, um zu beschriften (starke Namen machen stark!)

Eventuell ein Zauberspruch , ein Pickerl, bisschen Glitzer, ein Einhorn...;)

 

Wir verwenden zum Beispiel gerne (einzeln):

 

Römische Kamille: Aufgabe: Entkrampfend und entspannten, sozusagen der Kamillentee für die Seele. Bei Aufregung. Kindergartenbeginn, Windel weg lassen, Umbrüchen.

 

Lavendel fein: Aufgabe: In erster Linie: entspannend. Umhüllt mit seinem sanften, brumigen Geruch. Vor allem wenn der Tag lang war.

 

Mandarine: Aufgabe: Zitronig leicht und süß gibt sich Sicherheit und Halt. Sie erheitert das Gemüt: "Du kannst mir nichts anhaben, denn wer süßen Frohsinn hat, den kann man nicht runter ziehen."

 

Beachte: Auch hier sind die Vorlieben verschieden, was dem einen behagt, kann dem anderen das Grausen ins Gesicht treiben.

 


Bücher, die ich zu diesem Thema gerne lese


Zum Thema: Wer bist du? Warum reagieren Kinder, wie sie reagieren, und warum unser Verstehen dann die Kinder stark macht: 

 

Graf, Danielle; Seide Katja (2016): Das gewünschtes Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn. Der entspannte Weg durch Trotzphasen, 1. Auflage, Weinheim Basel: Verlagsgruppe Bentz

 

Grotte Katharina; Reschreiter Anna (2017): Neues eBook: Kinder Hausapotheke und Ernährung nach der TCM, hier zum Download - als pdf erhältlich


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